
Wir erreichten ein wichtiges Ergebnis für einen Mandanten in einer besonders schwierigen rechtlichen Lage. Ihm wurde vorgeworfen, während der Bewährungszeit einer Strafe wegen Handels mit Hochrisikodrogen unter dem Einfluss psychoaktiver Substanzen gefahren zu sein. Normalerweise hätte dies nahezu zwangsläufig zu Freiheitsentzug und Bewährungswiderruf geführt. Aufgrund unserer Argumente verhängte das Gericht jedoch eine Geldstrafe.
Anhand maßgeblicher internationaler toxikologischer Studien zeigten wir, dass der Amphetaminwert im Blut im therapeutischen Bereich und weit unter den Schwellen für eine Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit lag. Das Gericht stellte keine relevante Beeinträchtigung von Reflexen, Koordination oder Motorik fest und folgte unserer fachlich belegten Auffassung, dass der Wert die Fahrtüchtigkeit nicht beeinträchtigen konnte.
Das Gericht berücksichtigte auch die positive Entwicklung des Mandanten: Auf unseren Rat absolvierte er Beratungsprogramme, nahm wieder eine Arbeit auf, setzte sein Studium fort, engagierte sich ehrenamtlich und verhielt sich im Verfahren ehrlich und kooperativ. Unter Berücksichtigung aller Umstände und gesetzlicher Strafmilderungsmöglichkeiten verzichtete es auf Freiheitsentzug und Bewährungswiderruf und verhängte eine Geldstrafe. Das Urteil wurde mangels Rechtsmittels rechtskräftig.
Das Ergebnis bestätigt die entscheidende Bedeutung einer wissenschaftlich fundierten Verteidigung und eines echten, nachhaltigen und dokumentierten Wiedereingliederungsprozesses.
Rechtsanwalt Mihai Bunu übernahm in diesem Fall die rechtliche Beratung und Vertretung.

